Montag, 21. Juni 2010

El tango es un pensamiento triste que se baila

Zu Deutsch: Der Tango ist ein trauriger Gedanke, den man tanzt. Was ich damit sagen will? Mir ist nach Tanzen zu Mute. Die ganze Nacht und den ganzen Tag. Ein kleiner Gedanke, der sich ausbreitet, mehr und mehr Platz einnimmt.

Wann weiß man, dass man das Richtige gut. Gibt es "das Richtige" überhaupt?

Wir haben alle schon mal jemanden verletzt, den wir eigentlich nie verletzen wollten. Und wir wurden auch alle schon mal von jemandem, der uns seine oder ihre Liebe zusicherte, verletzt. Manchmal redete man sich ein, dass es beim nächsten Mal weniger wehtun würde. Ja, traurigerweise fängt man irgendwann automatisch an davon auszugehen, dass es ein nächstes Mal gibt. Und man liegt richtig damit. Wenigstens mit einer Sache, wenn schon nicht mit den Lottozahlen.

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr einen verbalen Schlag in die Fresse bekommt und glaubt ein tonnenschweres Gewicht liege auf eurer Brust? Eins, das euren Brustkorb langsam aber sicher zum Zerplatzen bringt?

Wenn man aufwächst, tut man dies meistens in dem Glauben, dass man irgendwann jemanden trifft, der einen aufrichtig liebt und auch dementsprechend behandelt. Hierbei geht es nicht mal um mitgebrachte Blumen, um Candle-Light-Dinner und Picknicke im Park, sondern um Respekt. Darum, dass der Mensch, dem man glaubte, als er uns in die Augen sah und "Ich liebe dich.", einen auf einmal behandelt wie den letzten Dreck.

Da man ja nun, mancher mehr, mancher weniger, aber vor als Frau, glaubt, dass einen der geliebte Mensch nie so behandeln würde, wenn er nicht ein Stück weit recht hat, fängt man an, an sich selbst zu zweifeln. Wenn manche Vorwürfe, manche bösen Worte immer und immer wieder fallen, fangen wir irgendwann an sie zu glauben.

Why is it that men can be bastards and women have to wear pearls and smile?

Manchmal muss man Dinge auf Eis legen, auf Abstand halten, beenden, von einem wegdrücken. Manchmal auch Menschen. Aber immer tut es weh. Und man weiß, dass es sehr wahrscheinlich ein nächstes Mal geben wird. Und auch dieses wird schmerzhaft.

Und jedem von uns wurde bestimmt schon mal gesagt, dass wir "darüber hinwegkommen". Im schlimmsten Fall haben wir den Satz selbst schon zu guten Freunden gesagt. Dabei ist doch eine Sache eigentlich klar:

“'You'll get over it...' It's the clichés that cause the trouble. To lose someone you love is to alter your life for ever. You don't get over it because 'it' is the person you loved. The pain stops, there are new people, but the gap never closes. How could it? The particularness of someone who mattered enough to grieve over is not erased by anyone but death. This hole in my heart is in the shape of you and no one else can fit. Why would I want them to?”



Mittwoch, 16. Juni 2010

Meinst du das ich um Liebe bettele und bete, mich wie ne Klette verzettele und dabei so täte, als wäre ich die Marionette, du meine Drähte?

Dein Leben läuft grad nicht so wie du's gerne willst
alles läuft verquer weil du zuviel mit mir chillst
Deine Freunde hast du lange nicht gesehen

Keinen Sport getrieben du sagst ich soll verstehen du hattest nicht geplant dich zu verlieben
Jetzt bist du hängen geblieben deine Jungs lachen dich aus
Du seist domestiziert worden bist jetzt ein Mann im Haus
Ein Hausmann
du willst raus und dann fängst du von vorne an wie nur ein Mann es kann

Und gibst dich dann wieder mit all deine Leuten die sich freuen das du der Alte bist zurück bei deinen Freunden

Willst aus deiner Haut fahren wie Schlangen die sich häuten und dich umgeben mit niveaulosen Bräuten
Bevor wir uns liebten möchten deine Homie's mich jetzt, trifft das nicht mehr zu
was ist schief gelaufen fragst du dich.
Weißt du es wirklich nicht? Mach dich nicht lächerlich
Klarer präsentiert sich dir die Lage nicht
Ich kann es drehen und wenden es liegt nicht mehr in meinen Händen.

Bis dato hat mein Kopf nicht halt gemacht vor den massivsten Wänden.

Doch ich passe in diesem Fall, lass dich in Frieden, du hast dich entschieden für deinen Teil.

Du willst es beenden dich von Problemen abwenden, du hast scheinbar noch zu eigenwillige Lenden, die sich unkontrolliert, was dir unbewusst passiert, immer wenn dich was frustriert andern Frauen zuwenden.

Bist verwundert über meine Reaktion, damit hast du nicht gerechnet keine Wut kein kalter Unterton

"Baby du machst dir gar nichts draus, bist total souverän macht dir das alles wirklich gar nichts aus?"

Du hast befürchtet du musst mich über Stunden in den Arm nehmen, minutenlang dein Mitleid bekunden und insgeheim hoffen, es dauert nur noch Sekunden, ich bin wieder verschwunden, du nicht zu spät im Club zu pumpen.

Dachtest wir streiten uns wie Katzen sich mit Hunden, du hättest dank meiner Nerverei irgendwann den Grund gefunden, die ganze Sache mit nem äußerst, ungesunden "Siehst du deshalb geht's nicht abzurunden.

Meinst du das ich um Liebe bettele und bete, mich wie ne Klette verzettele und dabei so täte, als wäre ich die Marionette, du meine Drähte, als wärst du der Künstler ich deine formbare Knete?!
Kein Ding das schaff ich, weinen kann ich alleine, wir haben eh nur deine Suppe ausgelöffelt niemals meine, jetzt weiß ich warum sie nicht geschmeckt hat, Eier hast du keine!! Ja! Ich sag viele Dinge auch so gemeine...
Bei jedem Streit habe ich eingelenkt, hab mich für dich verbogen, mich dabei verrenkt.

Liebe kennt keinen Stolz das wär gelogen, doch so wie wir uns liebten hab ich den Bogen gerne überzogen.
Du zeigst auf die Tür, sagst das ich gehen muss, ich dachte ich werde mit dir alt, du gibst mir den letzten Kuss.

Die Wohnungstür fällt hinter mir zu, bin nicht aus Holz hab mein Stolz lasse dich in Ruh!

Wochen vergehen Nächte sind unerträglich, Ablenkungsversuche meiner Freunde scheitern kläglich,ich style mich auf, will schön sein doch es geht nicht.

Mein Ego möchte flirten doch ich wirk nur überheblich.

Denk über uns nach alles dreht sich, hab ich zuviel für uns getan oder zu wenig?

Oft warst du gut zu mir und ich war eklig wenn ich wütend bin beb ich meine Emotionen leb ich.

Doch um uns zu kämpfen ist auf keinen Fall vergeblich, denn ich verändere mich stetig.

Wir haben uns aufgehalten, es war kaum noch auszuhalten, neue Probleme nicht gelöst, rumgehackt nur auf den alten.

Deshalb nehm ich's hin und wenn ich ehrlich bin ist die Trennung besser, vielleicht macht sie Sinn.

Vor Trauer text ich wie ne Anfängerin, Baby du fehlst mir so, du inspirierst mich als Sängerin.
Ich lenk mich ab mit dem andern Mann der mich liebt.

Und dieser Mann heißt Musik, ich bin so froh das er da ist das es ihn gibt.

Dieser Mann, heißt Musik.

Er führt mich aus zeigt mir die Bühnen dieser Welt, er zahlt meine Miete und überschüttet mich mit Geld.

Er hat meine Rücken und ist weit gereist berührt Menschen mit dem was er sagt, hat viel erreicht, er sagt das ich ihn und keinen anderen heiraten soll, verspricht mir alles Sex, Drugs and Rock’n’roll.

Er ist wirklich gut zu mir, mir fehlts an nichts und nach Monaten mit ihm denk ich fasst gar nicht mehr an Dich.

An jenem Tag fällt er grad vor mir auf die Knie und hält um meine Hand an; ist es Telepathie? Um diese Uhrzeit klingelt mein Handy nie, ich höre deine Stimme diese schöne Melodie.
Euphorie, vermischt sich mit Angst, man weiß nie, was du von mir wollen kannst, du redest sanft klingst vertraut, soviel hat sich angestaut du sagst du wolltest früher reden, hättest dich nur nicht getraut.

Alles würde keinen Sinn machen, gegen die Trennung sprechen Tatsachen.

Du hast noch nie so geliebt, keine andere ist wie ich, die Zeit war wichtig um zu sehen, es geht nicht ohne Mich!

Ich beichte meine Affäre, du sagst du kannst verstehen, das es bei dir genauso wär, es würde dir nicht anderes gehen.

Du musst wissen ich hab soviel nachgedacht, über alles, über dies, über jenes, jede Nacht.

Über Stolz, über Liebe, über Hass über das Leben, will Gedanken mit dir teilen, dir etwas davon geben, durch die Trennung weiß ich du warst alles für mich …
Doch weil Ich mich wieder liebe bleibt kein Platz mehr für Dich!




Ich weiß nicht wirklich, was ich sagen, beziehungsweise schreiben soll.Viele Worte, viele Bruchstücke sind in meinem Kopf, aber sie zusammenkriegen? Zu einem Text, den ein Außenstehender versteht? Das geht nicht.


Wann ist der Punkt erreicht, an dem man aufgeben muss, weil man sich selbst sonst zu sehr schadet? Weiß man je zu 100%, dass man selbigen erreicht hat?

Was kann ich noch sagen, außer: "Ich bin so wütend. Wütend auf mich, weil ich dir geglaubt habe! Weil ich mich so habe behandeln lassen! Weil ich es hätte besser wissen müssen!"


Die Lyrics da oben treffen doch auch voll ins Schwarze, wozu dann noch ausschweifen?



Sonntag, 30. Mai 2010

Die größten Dämonen, mit denen man je zu kämpfen hat, sind die, welche wir selbst erschaffen. Aus unserem tiefsten Inneren.

Es ist viel passiert in letzter Zeit. Das ist wohl der Satz, der es am besten ausdrückt.

Zum ersten kann man sagen, dass ich irgendwie, mehr oder weniger, wieder vergeben bin. Wieso mehr oder weniger? Glaubt mir, von den Gefühlen her wohl zu 100Prozent, aber vieles ist kompliziert, was diese Beziehung angeht. Was tut man, wenn alles in einem "JA!" schreit, man etwas mit jeder Faser seines Körpers will, begehrt und fühlt, dass es richtig ist, dass es so sein muss? Und wenn man sich auf der anderen Seite ständig fragt wie man das schaffen soll, wenn man glaubt die ganze Welt hätte sich gegen einen gestellt, sich verschworen?

Zum anderen habe ich wie jedes Jahr um diese Zeit eine Art persönliches Tief. Ich bin antriebslos, leicht reizbar und extrem anfällig, wenn mir für mich wichtige Menschen etwas Gemeines, und sei es noch so witzig gemeint, an den Kopf werfen. Persönlicher Brainfuckscheisskram.

Ich weiß nicht wie oft ich mich die letzten Tage, die letzten Wochen schon hingesetzt habe und einen Blogeintrag schreiben wollte. Keiner wurde fertig, und so liegen sie jetzt hier. Im Online-Archiv, in meinem Notizbuch, in meinem französischen Block. Überall Fetzen meines Geistes, die ich nicht zu einem Text, zu einer Sache binden kann.
Noch nie ist es mir so schwer gefallen die Worte, die in meinem Kopf schwirren, zu Papier zu bringen oder abzutippen.

Am liebsten würde ich mir meine Schuhe anziehen und rausgehen, einfach rennen. Rennen, schreien, lachen, weinen, kotzen, trinken, schweigen. Den Kopf frei kriegen. Aber nicht mal das kann ich.

Spätestens heute, nachdem ich auf meinem Handy ungefähr fünfzig, also gefühlte drei Milliarden weggedrückte oder ignorierte Anrufe von Unbekannt hatte, entwickelte sich eine leichte Paranoia, die dazu führte, dass ich ausnahmsweise meine Haustür abschloss, ausnahmsweise den Riegel zuzog und sogar ausnahmsweise mein Handy ausmachte. Ergo: Falls ein psychopathischer Kettensägenmörder durch meine Tür stürmt, habe ich nicht einmal die Chance per Handy jemandem meine letzten Worte auszurichten. Klasse.

Gleichzeitig hoffe ich, dass es endlich an der Tür klingeln möge, dass er da stünde, mich auf diese eine Art anschauen möge und mir sagte, dass ich spinne und wir uns jetzt einfach zusammen ins Bett legen, Arm in Arm, und ich mir keine Sorgen machen bräuchte. Wie naiv.

Wieso ist der Mensch, egal wie erfahren und abgeklärt er sein mag, trotzdem immernoch so naiv sich in derartige Wunschvorstellungen zu flüchten? Wieso quälen wir uns nur immer selbst und erschaffen immer neue Dämonen im Gewand der Hoffnung, des Glaubens und Ähnlichem, die uns am Ende doch nur zerfleischen?

Montag, 10. Mai 2010

Be yourself. Above all, let who you are, what you are, what you believe, shine through every sentence you write, every piece you finish.

Gibt es etwas Schwierigeres, als man selbst zu sein? Ich glaube diese Frage hat sich jeder schon einmal gestellt, bewusst oder unbewusst.

Ständig sind wir auf der Suche nach etwas, nach jemandem, der uns um unserer selbst Willen mag, vielleicht sogar liebt. Diese Art Suche verkomplizieren wir uns selbst, indem wir nie jemandem unser wahres Ich zeigen. Nie von Anfang an und vollkommen auch nie. Oder hat das einer von euch schon mal getan?

Warum ist das so? Vermutlich haben wir uns in der Vergangenheit offener präsentiert. Haben Seiten an uns offenbart, von denen wir dachten, dass unsere Gegenüber sie verstehen, vielleicht sogar mögen würde. Und dann, dann wurden wir meist eines Besseren belehrt.

Wir haben gelernt etwas zu sein, von dem wir denken, dass es liebenswert wäre. Eben wirklich liebenswert - wert geliebt zu werden. Diese Fassade konnten wir mal mehr, mal weniger gut aufrecht erhalten. Die Momente, in denen ihr Putz bröckelte, in denen wir nicht schnell genug neu spachteln konnten, waren meist auch diejenigen, welche zu Streit führten, zu Verwirrung, zu Fragen.

Es gab Momente, in denen wir andere Menschen versehentlich mit Teilen unseres Ichs konfrontieren, auf die diese nicht vorbereitet waren. Die Reaktion darauf empfanden wir dann wiederrum eventuell als fehlerhaft, reagierten verärgert, trotzig, fühlten uns zurückgewiesen und erhielten auf der anderen Seite wieder einmal die scheinbare Bestätigung unser Ich, uns selbst, weiterhin zukleistern zu müssen.

Uns sowas kam meist mehr als einmal vor. Also entwickelten wir eine fatale Strategie:

Unfähig zu erkennen, dass so etwas auf Dauer gar nicht funktionieren kann, sind wir weiterhin bestrebt das von uns pedantisch entwickelte Bild weiter aufrecht zu erhalten und erkennen nicht, dass wir damit nicht nur unseren Mitmenschen schaden können, sondern vor allem uns selbst. Ein Druck entsteht. Druck, den wir meistens nur dadurch ablassen können, dass wir etwas unfassbar Dummes tun.

Menschen machen Fehler. Immer und immer wieder.

Doch wie können wir uns dazu durchringen wir selbst zu sein? Etwas, was bei Freunden noch machbar ist, erweist sich bei Liebenden als Herausforderung. Ein echter Freund ist jemand, der glaubt, dass du ein gutes Ei bist, obwohl er weiß, dass du einen Sprung hast.

Dem Liebenden hingegen wollen wir keine Risse offenbaren. Keine Beschädigungen, keine Narben, keine Zeichen, die auf unsachgemäße Behandlung und den damit verbunden Folgen hindeuten könnten.

Es ist einfach verdammt schwer zu sagen:

This is me damn it! I look the way I look, think the way I think, feel the way I feel, love the way I love! I am a whole complex package. Take me... or leave me. Accept me - or walk away! Do not try to make me feel like less of a person, just because I don't fit your idea of who I should be and don't try to change me to fit your mold. If I need to change, I alone will make that decision.”

Es ist hart und meistens geht es nur schrittchenweise. Ich arbeite dran. Man muss sich halt auch mal mit unbequemen Wahrheiten abfinden, welche die eigene Person betreffen. Man kann es wohl doch nicht allen Recht machen - schon gar nicht, ohne sich dabei selbst zu vernachlässigen. Und man darf sich nicht verlieren. Wenn du dich selbst verlierst, was hast du dann noch?

Aber Schritt für Schritt lernt man sich selbst kennen. Erkennt Seiten an sich, die man längst vergessen hat. Wächst. Und wird stärker.

"When you are strong enough to love yourself 100%, good and bad - you will be amazed at the opportunities that life presents you."

Hört nur nicht auf zu gehen. Nie.

Freitag, 7. Mai 2010

Sometimes you put walls up not to keep people out, but to see who cares enough to break them down.

Mauern. Wir haben sie alle. Im Laufe unseres Lebens setzen wir behutsam Stein auf Stein. Steine entstanden aus Verrat, Betrug, Trauer, Verletzung, Wut, Enttäuschung und anderen Materialien. Natürlich hat diese Mauer ein Tor, vielleicht auch nur ein kleines Türchen, welches wir zuweilen öffnen, um einen besonderen Menschen hineinzulassen.

Wenn jemand durch unsere Mauer dringt, um den Raum dahinter, um uns, mit Wärme zu erfüllen, mit Sonnenschein, mit Liebe, ist das vermutlich das Schönste, was wir erleben können. Alles innerhalb unserer Mauern ist auf einen Schlag erhellt, macht glücklich, schafft Einklang.

Manchmal aber machen wir einen Fehler und lassen jemanden rein, der eigentlich lieber draußen bleiben sollte. Jemanden, den wir für einen besseren Menschen hielten, als er ist. Jemand, von dem wir dachten, dass er vielleicht die Art Helligkeit in sich trüge, die Kraft, welche die Mauer in ihren Grundfesten erschüttern, vielleicht sogar einstürzen lassen würde, damit wir mit ihm, mit diesem einen Menschen, die ganze Welt erforschen, erleben könnten.

Und dann kommt der Tag, an dem man merkt, dass man sich in diesem Menschen gettäuscht hat. Dass er die Mauer zwar einstürzen lässt, aber nur, um uns unserer Kraft zu berauben und uns in einer Ruine voller Nichts zurückzulassen. Nackt. Allein. Verletzt.

Was tun wir in einem solchen Moment? Mühsam errichten wir die Mauer wieder auf, Stein um Stein. Da wir nicht wollen, da sie erneut einstürzt, nehmen wir härtere Steine, größere, mehr Mörtel, bauen sie höher, dicker. So geht es jedes Mal. Wenn wir wieder einmal so dumm, so naiv, vielleicht auch so verliebt waren den oder die Falsche/n in unsere ummauerte Festung zu lassen, um am Ende verlassen und schutzlos dazustehen, bauen wir sie stabiler.

Bis wir eines Tages keinen mehr rein lassen.

Obwohl wir uns doch an sich nichts sehnlicher wünschen würden, als jemand, der es wert wäre, das Türchen, welches mittlerweile durch viele Schlösser und Riegel geschützt wird, zu öffnen.

Manchmal kommt so jemand, aber durch die vielen Einstürze sind wir misstrauisch geworden. Wir öffnen nicht, wir gehen nicht einmal mehr an den Türspion, um zu schauen, wer dort ist. Aber wir hoffen. Hoffen so sehr, dass wir am liebsten schreien würden. Dass wir uns denken, dass die Person, die es wirklich wert wäre, die Mauer von ganz allein einreißen könnte. Dass sie es einfach muss.

Aber nicht, um uns zu berauben und in einem Trümmerhaufen zurückzulassen. Sondern um uns zu halten und uns zu zeigen, dass man doch eigentlich gar keine Mauer braucht. Vielleicht nur einen kleinen Gartenzaun.

Have you ever been in love? Horrible isn't it? It makes you so vulnerable. It opens your chest and it opens up your heart and it means that someone can get inside you and mess you up. You build up all these defenses, you build up a whole suit of armor, so that nothing can hurt you, then one stupid person, no different from any other stupid person, wanders into your stupid life...You give them a piece of you. They didn't ask for it. They did something dumb one day, like kiss you or smile at you, and then your life isn't your own anymore. Love takes hostages. It gets inside you. It eats you out and leaves you crying in the darkness, so simple a phrase like 'maybe we should be just friends' turns into a glass splinter working its way into your heart. It hurts. Not just in the imagination. Not just in the mind. It's a soul-hurt, a real gets-inside-you-and-rips-you-apart pain. I hate it.

Man kann die Augen verschließen, um den Trümmerhaufen nicht zu sehen, der um einen verstreut ist. Aber man wird trotzdem nicht das Fühlen des eisigen Windes aufhalten können. Egal wie fest man die Augen zukneift.

Donnerstag, 6. Mai 2010

No matter who broke your heart, or how long it takes to heal, you'll never get through it without your friends.

Manchmal kommt man sich unfassbar dumm vor. Dumm, sich wieder für jemanden geöffnet zu haben, von dem man dachte ihn zu kennen. Dumm sich selbst einem Brainfuck auszusetzen, der auf Dauer wohl jeden in die Klapse bringen würde? Wie war das? Irgendwann wandelt man nur noch als l(i)eblose Hülle auf Erden, ohne Ziel, ohne zu wissen wohin und ohne zu wissen, wer man ist.

Manche Menschen gehen ganz rational mit Dingen wie Liebe um, andere leben sie mit Haut und Haar. Das erste ist halbherzig, das zweite wahnsinnig und vor allen Dingen selbstzerstörerisch. Eines der größten Gefühle auf dieser Welt hat eben gleichzeitig die Fähigkeit sehr viel kaputt zu machen. Inklusive des Menschen, der dieses Gefühl empfindet.

Menschen neigen dazu ihre eigenen Grenzen zu verdrängen, wenn sie lieben. Sie zu vergessen, zu ignorieren, oder bewusst drüber zu klettern. Vom zurückliebenden Gegenstück würde man jetzt an dieser Stelle erwarten, dass er das nicht zulässt. Wenn man jemanden liebt, lässt man diese Person dann blind in ihr Verderben rennen? Säht man immer und immer wieder Hoffnung durch kleine oder große Bemerkungen, Gefühlseingeständnisse und Taten, um diese dann breit grinsendwieder zu zertrampeln? Ist das Liebe?

Als Teenie gab es diese schöne "Definition" von Liebe: Leider Immer Eine Bittere Enttäuschung. Damals verdrehte man noch die Augen, hielt es für einen dummen Spruch und war der festen Ansicht, dass dies mit dem oder der Richtigen, nicht passieren würde. Dass ich nicht lache.

Eigentlich dachte ich immer es ginge um Instinkt. Ich meine es heißt immer in der Mode zum Beispiel gehe es genau darum. Ein Outfit sollte nicht von Kopf bis Fuß durchgeplant werden. Und eine Beziehung? Auch nicht, wie ich finde, aber anscheinend sehen das die wenigsten Menschen so.

Trotzdem ist ein Teil von mir froh über diese Woche voller emotionaler Scheisse, voller Kopffickerei, voller Tränen, voller Aufkeimen verdrängter Erinnerungen. Wieso? Ich bin mir wieder ein Stück klarer darüber geworden, dass ich sowas nicht mehr zulassen darf.

Nicht mehr zulassen, dass jemand versucht mich zu etwas zu zwingen, was ich nicht möchte, nicht kann. Froh darüber gelernt zu haben, dass es Dinge gibt, die eben doch lieber im Verborgenen bleiben sollten. Zu wissen, dass man seinen Kram am besten alleine regelt.

Nicht jemanden zu meiner Wahl machen, für den ich lediglich eine Option bin. Nur geben und nie erhalten. Kraftraubend.

Ja, ich habe wieder meine Grenzen überschritten. Ich habe zugelassen, dass mich jemand so weit treibt. Dass ich mich so fühle, wie sich vermutlich keiner fühlen möchte. Und trotzdem - wenn man es zulässt, ist jemand da, der dich vielleicht nicht auffängt - aber deinen Sturz wenigstens abbremst. Freunde. Egal wer dein Herz bricht und egal wie lange es dauern mag, bis es wieder heilt, du wirst es nie ohne Freunde überstehen.

Ich kenne mich. Ich werde mich früher oder später wieder blind ins Verderben stürzen, weil ich nie auf meinen Kopf höre, weil ich glaube, dass das Herz immer richtig liegt.

I cannot go to the ocean
I cannot drive the streats at night
I cannot wake up in the morning
Without you on my mind
And so you're gone and I'm haunted
And I bet you are just fine.
Did I make it that easy to walk right in and out of my life?

Nunja, ich renne dann mal wieder lächelnd in mein Verderben. Auf bald.

Mittwoch, 28. April 2010

Sooner or later in life , the things you love, you loose.

Ich bin müde. Unfassbar müde in letzter Zeit. Ich komm nicht vor 6.30 aus dem Bett, obwohl ich es eigentlich sollte, da ansonsten nicht mehr als Katzenwäsche möglich ist. Ich war letzte Woche sogar das erste Mal, seit ich auf der Akademie bin, ungeschminkt dort. Für die meisten sicherlich keine große Sache, aber für meine Person mehr als ungewöhnlich.

Wenn ich mittags oder nachmittags heimkomme, schlafe ich meistens erstmal. Die Motivation etwas zu machen, sogar am Wochenende, ist schwindend gering, Das einzige, was mich dazu bekommt, doch rauszugehen, ist die Sonne.

Das einzige, was ich die Woche effektives vollbracht habe, war nach Bad Homburg zu fahren und mir das Musical anzusehen, in dem mein bester Freund mitspielt. Eine Produktion unseres alten Chors, die erste große, seit ich nicht mehr dabei bin und wie es aussieht wohl auch die letzte unter der Leitung, die uns über die Jahre so lieb und teuer geworden ist. Das wars. Das ist das Ende einer Ära - aber ich denke, dass das nur diejenigen verstehen können, die es erlebt haben.

Auf die Leistung von meinem besten Freund bin ich auf jeden Fall unheimlich stolz. Dort unten in der ersten Reihe zu sitzen und zu sehen, wie die Bühne gerockt wird, sich zu erinnern, was für ein unbeschreiblich tolles Gefühl das ist, die Aufregung, das Adrenalin, besser als jeder Sex es je sein könnte, das war in dem Moment so schön, dass ich gemerkt habe, wie mir die Tränen in die Augen stiegen. Aber wir bewahren schließlich die Fassung.

Die Ära, die endet, hat meiner Ansicht nach viel mit Gewohnheit zu tun. 2010 ist bis Jetzt das Jahr der stetigen Veränderungen, der Reisen, des Wachstums und auch ein stückweit der Ernüchterung. Man erkennt immer mehr, dass die Vorstellungen, die man früher als Schüler von diesem Lebensabschnitt hatte, ungefhr soviel mit der Realität zu tun haben, wie Paris Hiltons Leben mit dem eines AIDS-Waisen im Sudan.

Mit 15 oder 16 Jahren stellten wir uns vor wie wir mit Anfang/Mitte 20 die Welt bereisen, studieren, auf die heißesten Partys gehen, die schönsten Liebeserklärungen erhalten, nebenbei noch einen tollen Job haben, der uns mit wenig Mühe viel Geld einbringt, um diesen Lifestyle zu finanzieren. Die Wahrheit aber ist relativ erbarmungslos: Viele haben nicht einmal einen Studienplatz, schlagen sich mit Minijobs herum, der Stromrechnung, führen trotz weltweit anerkannter Volljährigkeit immernoch elendige Diskussionen mit ihren Eltern und wissen nicht, was sie am Wochenende treiben sollen, da alles einfach unfassbar teuer geworden ist.

Mit 15 Jahren war es ein Glücksfall fünfzig Euro zu erhalten. Wir hatten das Gefühl uns gehöre die Welt. Und heute? Heute geht man einmal nach der Vorlesung in den Supermarkt oder bezahlt die Telefonrechnung und 'puff' - weg ist es. Aber wir konnten es ja nicht abwarten erwachsen zu werden.

Erwachsen zu werden und festzustellen, dass nichts wirklich Bestand hat. Wer ist noch mit seiner alten Clique unterwegs? Den Schulfreunden, denen man damals geschworen hat, immer befreundet zu bleiben? Diese Freundschaft besteht meist aus einer netter Rundmail im Facebook-Postfach an Weihnachten. Die wenigstens Freundschaften überstehen das Abitur oder die mittlere Reife.

Und die Liebe? Erinnert ihr euch noch an eure "erste große Liebe"? Wie man gelitten hat, wie fest man dran glaubte, dass diese Person die Eine sei. Wie man gelitten hat. Und heute blicken wir zurück und fragen uns, wie bescheuert wir damals eigentlich waren.

Bei der Aufführung meines besten Freundes traf ich auch ein Mädel wieder, dessen Mentorin ich damals war, als sie in die fünfte Klasse kam und ich in der zehnten war. Sie kam auf mich zugerannt und erkannte mich sofort - ich für meinen Teil war erstmal mehr als perplex. Sie ist mittlerweile 16, eine junge Frau, die dort Arm in Arm mit ihrem Freund stand und von dem kleinen Mädchen von damals ist nichts mehr übrig. Ich kam mir selten so alt vor.

Das Jahr der Veränderungen eben. Ich für meinen Teil bin echt neugierig was noch alles passieren wird.